DB0TRS: 439,125 Mhz
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5V7CC - Vier Bayern in Togo....

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In der Zeit von 16.04.2011 bis 30.04.2011 waren die vier befreundeten Funkamateure Werner
Müller aus Tittmoning (DL9MBI), Christian Entsfellner  (DL3MBG), Rudi König (DL5MEV), beide
aus Fridolfing und Armin Irlacher aus Trostberg (DL5MGH) zu einer Expedition nach Lome,
Togo, unterwegs um dort unter dem zugeteiltem Rufzeichen 5V7CC Amateurfunkbetrieb zu
machen. Die Planungen liefen bereits im November 2010 an. Teile der Ausrüstung wurden
intensiv getestet, sicher verpackt und letztlich vorausgeschickt. Die Transceiver, Netzteile,
Masten, Rechner und Antennen mussten teilweise noch als Flug-Gepäck mitgenommen
werden. 

In den ersten beiden Tagen starteten wir unser EME Projekt. Hier wurde der Mond im UKW
Bereich angefunkt um das, von unserem Erdtrabanten reflektierte Signal, auf anderen, hinter
der Erdkrümmung liegenden Erdteilen, hörbar zu machen.

Es dauerte einige Zeit, die Anlagen unter den enorm hohen tropischen Temperaturen und
beinahe unmenschlich hoher Luftfeuchtigkeit aufzubauen. Das „EME“ Projekt konnte, laut
Monddatenberechnung, nur in den ersten beiden Tagen stattfinden und somit war Eile und
professionelles Arbeiten absolute Voraussetzung für den Erfolg der Aktion. 

Es kamen zwei, 6m lange, selbstgebaute UKW Yagi-Antennen und selbstgebaute
Sendeendstufen zum Einsatz. Die Antenne wurden von Robert, DL6MFK mit vielen Stunden
Arbeitsleistung hergestellt und erprobt. Jedes "db" wurde herausgekitzelt. Nur durch sein
optimiertes Design, intensives Briefing und genaue Beschreibung des Aufbaus, war es
möglich, die Antennen auf eine vernüftige Transportlänge rückzubauen, zu verpacken und in
Togo wieder wieder zusammenzubauen. Sogar der Schiebemasten gehörte zum
Gesamtdesign und wurde von Robert zur Verfügung gestellt.

Hier ein großer Dank des 5V7CC Teams dafür!  

In dieser Betriebsart wurde von Togo aus noch nie gefunkt! Alle EME-Verbindungen waren
Erstverbindungen und zählen somit zu den Meilenstein für alle Beteiligten, sendenden und
empfangen Amateure.

Für Sprechfunk, Morsetelegrafie und digitalen Betriebsarten  auf den Kurzwellenbändern
kamen acht Antennen zum Einsatz, die von mehreren Kurzwellenfunkgeräte „versorgt“ wurden. 


Das weltweite Interesse mit Togo eine Verbindung herzustellen, wurde im Vorfeld auf
einschlägigen Internetportale bestätigen. Da es in  Togo keine Funkamateure gibt, zählt es zu
den „Schmankerln“ der erreichbaren Ländern.

Vielen Dank an dieser Stelle an Werner, DL9MBI und Yolande - seine XYL!

Beide haben uns in ihr Haus in Togo aufgenommen und mit zur Verfügung gestellt. Mit
viel Liebe wurde für das leibliche Wohl und Unterkunft gesorgt. Yolande hat auch den
ganzen Lizenz und Visumsdschungel inclusiv der Zollformalitäten für uns erledigt.  Es hat
immer wer ein Auge auf uns gehabt, und unsere Ausflüge zu einem tollen Erlebnis werden
lassen.

Nur mit dieser Hilfe konnte unsere Expedition Togo gelingen!

Weltweit finden immer wieder solche Expeditionen statt, häufig gesponsert durch diverse
Hersteller von Amateurfunkeräten. Diese Aktionen stehen jedoch, unter Umständen, unter
einem gewissen Erfolgsdruck, das wollten wir für unser Projekt auf keinen Fall! Wir
verwendeten ausschließlich unsere eigene, teilweise selbstgebaute Ausrüstung! 

Und sollte etwas den Geist aufgeben, so sind wir aufgrund unseres Interesses fürs Hobby,
jahrelanger Erfahrung durch praktische Anwendungen und beruflicher Bildung in der Lage es
zu reparieren!

Bayerisch-Afrikanischer HAM-Spirit eben …. 

Hier noch ein paar Zahlen:
Anzahl der Verbindungen (Total QSO´s): 15.307 mit 8.216 verschiedenen Stationen. Davon
7.181 in Phonie, 5.127 in Telegrafie und 3.003 in RTTY

Verbindungen zu folgenden Kontinenten wurden hergestellt: 243 nach Afrika, 1.408 nach Asien,
10.450 nach Europa, 33 nach Ozeanien und 183 nach Südamerika.

Über unseren Erdtrabanten gelangen 165 Verbindungen in 33 verschiedene DXCC-Länder 

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