DB0TRS: 439,125 Mhz
DG2MEL@Charly16.de

Magnetic Loop:

Bei der Suche einer Urlaubsantenne für unseren diesjährigen Jahresurlaub, hat mich das Prinzip der
magnetischen Loop Antenne angesprochen. Ich haderte etwas zwischen einem Selbstbau oder einer
Kaufversion - letztlich entschied ich mich für einen Version des US amerikanischen Herstellers Chameleon
Antenna. Ich erstand die F-Loop Plus:

Magnetische Loop-Antennen sind durch ihre hohe Güte sehr schmalbandig. Das ist vorteilhaft, denn dadurch
wirken sie wie ein Vorfilter vor der Empfängerstufe. Der Empfang wird i.d.R. besser da weniger unerwünschte
Mischprodukte entstehen. Ebenfalls eignen sie sich gut als „Indoor-Antenne“ innerhalb von Räumen, weil die
magnetischen Felder in der Regel weniger gestört werden als die elektrischen.

Funktionsprinzip:

Eine magnetische Loop Antenne besteht nicht nur aus der eigentlichen Schleife, sondern auch aus einem
Parallelkondensator. Beide bilden auf der Betriebsfrequenz einen Resonanzkreis aus C und L.  Die „Spule“
besitzt meist nur eine Windung. Lösungen und Bauvorschläge mit mehreren Windungen sind im Netz
verfügbar.

Wird die Antenne mit HF beaufschlagt und in Resonanz gebracht, konzentriert sich das elektrische Feld
(Spannungsmaximum) um den Abstimmkondensator. Die Schleife strahlt ein Magnetfeld in den Raum.

Das Nahfeld bei dieser Antenne konzentriert sich bis ca. 0,2 Lambda um die Antenne herum. Das elektrische
und magnetische Feld sind hier um 90° Phasenverschoben. Ab etwa 5x Lambda beginnt es sich aufzulösen,
um dann in das Fernfeld überzugehen wo es vom elektromagnetischen Feld eines  Halbwellendipols nicht
mehr unterschieden werden kann.

Portabel Setup: Icom IC7200, Mag. Loop, 20 Watt HF

Die nutzbare Bandbreiten konnte ich wie folgt messen (minimum SWR bis ca. SWR 1:2,8): 40kHz auf 7MHz,  
70 kHz auf 30m, 140 kHz auf 20m, 300 Khz auf 15m und fast 500 kHz auf 29 MHz. Außerhalb dieser
Bandbreiten muss der Kondensator der F-Loop nachgezogen werden.

Abstimmkondensator der F-Loop Plus

Diverse QSO´s auf 10m und 20m bestätigten die Funktion dieser Antenne. 59er Raporte auf 20m erhielt ich
von Station aus ca. 1.000 km Entfernung. Ein DL-QSO mit einer SOTA Station über einen Entfernung von
80 km brachte mir einen 51er Raport, den ich gleichlautend zurückgeben konnte. 

Diverse weitere Tests mit 10m Bodenwelle (ca. 1,5 km Entfernung zur Gegenstation, Sichtverbindung
vorhanden) bestätigten die Richtwirkung dieser Antenne (1-2 S-Stufe bei einer 90° Drehung)

... weitere Erfahrungs- und Praxisberichte folgen...

73 aus Traunstein
Wolfgang, DG2MEL