DB0TRS: 439,125 MHz
DG2MEL@Charly16.de

Notfunk im Amateurfunkdienst

 

Thomas Breyer - DJ6TB

Der Amateurfunk ist ein nichtkommerzieller Funkdienst. Er ist gleichberechtigt mit
anderen Funkdiensten wie z.B. dem Seefunk- oder Flugfunkdienst. Dem Funkamateur
steht eine Vielzahl von Frequenzbändern im Mittel- bzw. Kurzwellenbereich zwischen
0,1 und 50MHz und im VHF-/UHF-Bereich (144MHz, 433MHz, 1230MHz und weitere) zur
Verfügung.

Der Zweck des Amateurfunks umfasst technische und wissenschaftliche
Experimente, die  Völkerverständigung und nicht zuletzt auch die Unterstützung von
Hilfsaktionen in Notfällen.

 

 

 

 


Die Voraussetzung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst ist das Bestehen einer Prüfung über Technik,
Betriebstechnik und rechtliche Grundlagen und die Zuteilung eines Rufzeichens. Alle gesetzlichen
Regelungen sind international durch die ITU festgelegt und werden in der Bundesrepublik Deutschland durch
die Bundesnetzagentur vollzogen.

Im Amateurfunk finden viele verschiedene Betriebsarten Anwendung, wie z.B. Sprechfunk, Telegrafie, Digitale
Datenübertragung und auch die Bildübertragung. Als Infrastruktur stehen dem Funkamateur Relaisfunkstellen,
Amateurfunksatelliten und Mailboxsysteme zur Verfügung. Der Amateurfunkbetrieb hat verschiedene
Ausprägungen wie z.B. Wettbewerbe, Experimente, Gesprächsrunden, Expeditionen bzw.
stromnetzunabhängiger Betrieb und das Arbeiten mit sehr geringer Leistung (QRP).

Die Funkamateure sind in diversen Vereinen und Verbänden organisiert: in Deutschland z.B. im DARC, VFDB,
international im Dachverband IARU.

Unser Notfunkreferent im  C16:

Thomas Breyer - DJ6TB
eMail: DJ6TB(at)Charly16.de
Web:www.dj6tb.de

  FUNKBETRIEB  

Stellen Sie sich bitte erst für den NOTFUNK zur Verfügung, wenn Sie und Ihre Familie im Not-, Großunfall und 
Katastrophenfall “abgesichert” sind und informieren Sie sich beim Zivilschutzverband, bei Stadtverwaltungen, 
Gemeindeämtern und Einsatzorganisationen.

  • Melden Sie sich QRV und senden Sie nur wenn nötig (Funkdisziplin)
  • Halten Sie Funkstille, bis Sie angesprochen werden
  • Hören Sie Ihren nächsten Umsetzer, Simplexfrequenzen bzw. KW-Frequenzen ab
  • Dokumentieren Sie nachvollziehbar die von Ihnen aufgenommenen und abgesendeten Funksprüche
    sowie deren Inhalt
  • Übermitteln Sie kurz, bündig und aussagekräftig, sprechen Sie klar und deutlich
  • Verwenden Sie keine Q-Gruppen oder Abkürzungen
  • Versuchen Sie Ihre Emotionen zu beherrschen
  • Befolgen Sie die Anweisungen einer Funk-Leitstation

  NOTRUFFREQUENZEN  

Jede, von einer einen NOTRUF absetzenden Funkstation verwendete Frequenz, ist automatisch eine
NOTRUFFREQUENZ.

Auf Kurzwelle:

1.873 kHz (zusätzliche Frequenz für D-A-CH).

3.643 kHz LSB (zusätzliche Frequenz für D-A-CH)
3.760 kHz alle Betriebsarten – Aktivitätszentrum Region 1 Notfunk

7.085 khz (zusätzliche Frequenz für D-A-CH).
7.110 kHz alle Betriebsarten – Aktivitätszentrum Region 1 Notfunk

10.138 kHz (zusätzliche Frequenz für D-A-CH, im Notfall SSB und Pactor-3 erlaubt).

14.180 khz (zusätzliche Frequenz für D-A-CH).
14.300 kHz alle Betriebsarten – Aktivitätszentrum weltweiter Notfunk

18.160 kHz alle Betriebsarten – Aktivitätszentrum weltweiter Notfunk

21.360 kHz alle Betriebsarten – Aktivitätszentrum weltweiter Notfunk

Auf Ultrakurzwelle: 

144.260 MHz USB 
145.500 MHz FM (S20) – (mobil) Anruf 
145.525 MHz FM (S21) 
145.550 MHz FM (S22) 
433.500 MHz FM – Anruf International 
434.000 MHz FM

und örtliche Relais.

Das 80m-Band und das 30m-Band gestattet aufgrund der Frequenzzuweisungsverordnung den
Amateurfunkbetrieb und den Betrieb von STAATSFUNKSTELLEN. Dadurch ist ein Funkkontakt der
verschiedenen Einsatzorganisationen mit den Amateurfunkstellen möglich. Ein Ausbau eines entsprechenden
UKW-Netzes wird forciert.

  NOT- U. KATASTROPHENFUNK-KENNUNG:   

“EMERGENCY” oder “ACHTUNG NOTFUNKVERKEHR”

  AUFNEHMEN U. ABSETZEN EINER NOTFALLMELDUNG:   

  • WER? Name und Standort des Melders
  • WO? Ort des Notfalls
  • WAS? Was ist passiert, was ist zu tun, welche Hilfe wird angefordert und ist erforderlich?
  • WIEVIELE? Verletzte, Betroffene, etc. ...
  • WELCHE? Art der vermutlichen Verletzung, Erkrankung und eingetretene Schäden

Die Notrufzentrale, die Funkleitstation oder die den Notruf aufnehmende Station beendet die Verbindung, wenn
Sie alle Informationen bekommen hat, die zur Hilfeleistung notwendig ist. 

  VORRANGREGELN für die Funkbetriebsabwicklung:   

  • Notanrufe und Notfunkverkehr (EMERGENCY) vor 
  • Dringlichkeitsfunkverkehr (URGENT) vor 
  • WELFARE TRAFFIC (Ausfall von Öffentlichen Kommunikationsmittel) vor
  • regulärem Amateurfunkverkehr.